Wie viel Risiko darf es bei Geldanlagen sein? - 5.0 out of 5 based on 2 votes

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Angesichts dessen, dass aufgrund des Zinstiefs klassische Geldanlagen wie Tagesgeld und Festgeld keine attraktiven Renditen mehr bringen, müssen Geldanleger quasi zwangsweise auf Alternativen umsteigen. Das Problem dabei ist, dass diese Alternativen – meist Fonds oder Aktien – nicht nur höhere Erträge, sondern auch höheres Risiko mitbringen. Da fragen sich viele: Wie viel Risiko darf eine Geldanlage eigentlich haben?

 
  

Woher kommt das Risiko bei Aktien und Fonds?

Wer sich an der Börse bewegen möchte, muss verstehen und damit rechnen, dass man bei unternehmerischen Problemen Teile seines Einsatzes durch fallende Kurse verliert. Diese Situation gab es beispielsweise beim 2016 veröffentlichten Galaxy Note 7 von Samsung, welches durch brandgefährliche Akkus und den nachfolgenden Produktionsstop dafür sorgte, dass enorm viel Geld verloren ging. Viele Aktienbesitzer haben dagegen erwartet, dass zur Veröffentlichung des neuen Note-Flaggschiffs mit einem ordentlichen Plus gerechnet werden könnte, wie auch in Vergangenheit bei vielen Geräten. Viele Aktionäre haben temporär einen Teil ihres Einsatzes verloren. Wer dann noch die Nerven verloren hat und verkaufte, verlor seinen Einsatz dauerhaft.

Einzelne Aktienkäufe sind mit hohem Risiko belastet, weil der Börsenmarkt ständig in Bewegung ist und von der einen Stunde auf die andere eine komplett andere Entwicklung eintreten kann. Diese Entwicklungen sind für den Otto-Normal-Verbraucher kaum einschätzbar oder nur mit extrem hohem Aufwand zu verstehen. Im Gegensatz zum Kauf von Einzeltiteln ist die Investition in Fonds deutlich einfacher und weniger riskant, weil verschiedene Aktien in einem Paket gebündelt und gekauft werden. In der Theorie sollen fallende Aktien durch steigende Aktien im gleichen Paket ausgeglichen werden und das Risiko der einzelnen Unternehmen wird diversifiziert. Nur im Fall eines breiten Marktrückgangs und entsprechendem Börsencrashs fallen gut diversifizierte Fonds in die Verlustzone. Wer dann die Nerven verliert und verkauft, verliert auch hier seinen Einsatz dauerhaft.

Wie lässt sich das Risiko bei Fonds besser einschätzen?

Fondsangebote nennen häufig die möglichen Gewinnbeträge, die mit einer Investition erreicht werden können. Dabei lässt sich festhalten, dass je höher dieser Gewinn ist, desto höher auch das Risiko ausfällt. Rendite und Risiko stehen bei breit gestreuten Portfolien immer in einem linearen Zusammenhang. Dafür gibt es meist eine sicherheitsorientierte, eine wachstumsorientierte und eine chancenorientierte Investition für die unterschiedlichen Anlegermentalitäten "risikoavers", "risikoneutral" und "risikofreudig".

Einen interessanten Trend habe ich bei den Fonds von MoneYou, meiner Tagesgeldbank, festgestellt. MoneYou war in den letzten Jahren immer eine der führenden Marken hinsichtlich des Zinses für einfache Tages- und Festgeldkonten. Heute gibt es auch dort noch 0,5%. Hinter MoneYou steht die niederländische ABN AMRO Bank.

Jetzt bietet MoneYou seit neustem einige der Fonds von ABN AMRO zu vergünstigten Konditionen im Vergleich zu den Verkaufsprospekten von ABN AMRO an. Das hat mein Interesse geweckt und ist ein Trend, den ich befürworte, und hoffe, der sich weiter durchsetzt. Aktive Fonds müssen nicht 5% Ausgabeaufschlag und 2% jährliche Gebühren kosten. Einziger Nachteil bei MoneYou: Zurzeit ist die Auswahl (wird als Vorteil verkauft) noch recht begrenzt. Es gibt drei Portfolien für die unterschiedlichen Anlegermentalitäten zur Auswahl. Derzeit sind die Fonds eine Mischung aus Immobilien, Anleihen/Schuldentitel und Aktien. Sodass es unterschiedliche Rendite- und Risiko-Chancen gibt. Wenn ich auch denke, jeder sollte über seine große Portfolio-Allokation selber nachdenken, stellen solche Portfolien eine mögliche Alternative für Investoren dar, die sich sehr wenig mit der Geldanlage selbst beschäftigen wollen.

Hier gibt es noch weitere mögliche Voraussetzungen eines guten aktiven Fonds.

 

 

 

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