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Es ist spannend was heute in der Weltpolitik passiert ist und wie die Börsen darauf reagiert haben. Um es schon einmal vorwegzunehmen: Ich habe nicht damit gerechnet, dass Trump zum Präsidenten gewählt wird und habe es sogar für unwahrscheinlicher als den BREXIT gehalten. Dieser erschien mir zwar auch nicht wahrscheinlich, aber möglich.

 
  

Beruflich und aus eigenem Interesse bin ich gestern Abend mit den ersten Hochrechnungen und einem Gefühl, dass Hillary gewinnt, ins Bett gegangen und heute Morgen um 6 Uhr mit der Nachricht, dass Trump gewinnt, aufgewacht. Ein kurzer Blick auf den japanischen Markt und die Futures auf diverse Indizes hat mir gezeigt, dass es heute möglicherweise Kaufkurse gibt. Die Kurse waren durch die Bank tiefrot. Gegenteiliges Vorzeichen bei Gold und Staatsanleihen.

Interessant ist, was anschließend passierte: Die Kurse haben sich erholt.

Während dieser Erholung habe ich einige interessante Beobachtungen gemacht, die ich gerne mit euch teilen möchte und auch gerne von euch kommentiert hätte:

  1. Ich hatte das Gefühl, dass größere Titel stärker unter Druck waren als kleinere. Dies kann Einbildung und durch das kleine Sample, das ich mir angeschaut habe, verfälscht sein. Aber meine Überlegung ist, dass blind Indizes/ETFs verkauft wurden oder große Anleger blind Aktien auf den Markt geschmissen haben. Dies spricht auch für die folgende Beobachtung: Obwohl Pharma-Werte von Trump eigentlich profitieren sollten, waren auch diese ursprünglich tiefrot, haben aber direkt mit der Börseneröffnung gedreht.
  2. Man sagt politischen Börsen kurze Beine nach. Gefühlt haben die Märkte als Ganzes mit dem BREXIT und Trump im Hintergrund heute überhaupt keine Beine mehr. Heute hat der Markt innerhalb des Tages gedreht.
  3. Branchentechnisch gab es sehr wohl große Unterschiede:
    1. Pharma, Rohstoffe, Rüstung und Finanzen haben profitiert.
    2. Exportlastige Industrien und Konsum haben sich eher schlecht entwickelt.
  4. Einige Einzeltitel habe sehr bezeichnende Bewegungen gezeigt:

1. Ein privater Gefängnisbetreiber aus den USA

2. Der US-Bahnbetreiber mit den Hauptnetz nach Mexico

 

Grundsätzlich macht mir die Wahl keine Angst. Ich glaube an die demokratischen Mechanismen, die Gewaltenteilung und auch an die republikanischen Politiker in den USA. Im Detail mache ich mir aber schon Sorgen. Sorgen vor einer Extremsituation, in der ich Trump nicht in der Führung der mächtigsten Nation der Welt sehen möchte. Ich halte Trump für einen Egomanen, der bei der kleinsten Beleidigung gekränkt ist und dann nicht das Gemeinwohl im Auge hat. Ich möchte nicht, dass er in die Situation kommt in der George W. Bush 2001 nach den Anschlägen von 9/11 war. Eine Situation in der kurzfristig und gleichzeitig besonnen reagiert werden muss.

 

 

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