Aufbau einer klassischen Analyse - 5.0 out of 5 based on 3 votes

Heute möchte ich euch ohne viel Beschreibung eine einfache Check-Liste für den Aufbau einer klassischen Analyse an die Hand geben. Mit ihrer Hilfe könnt ihr prüfen, ob ihr das Unternehmen grundsätzlich qualitativ verstanden habt.

 
  

1. Marktanalyse:

  • Marktdefinition? Marktposition? Marktanteile?
  • Treiber des Marktes (Entwicklungen, makroökonomische Aspekte, Rohstoffpreise)?

2. Kundenanalyse:

  • Wer sind die Kunden? Warum kaufen sie?
  • Gibt es ein Klumpenrisiko?

3. Konkurrenzanalyse:

  • Wer sind die wichtigsten Konkurrenten? Wie unterscheiden sie sich?

4. Moat (Burggraben): Was ist der Moat?

  • Verhalten (Loyalität, Marken und Service)?
  • Know-How (Patente, Marktkenntnisse, Prozesse)?
  • Regulatorisch?
  • Geografisch/natürlich?
  • Netzwerk (physisch und IT)?

5. Management und Besitzstruktur:

  • Wem gehört das Unternehmen?
  • Wer ist das Management? Wie ist es intensiviert?
  • Wie sieht der Aktienoptionsplan aus?

6. Bilanz:

  • Wie hoch ist das Working Capital und die Vorräte? Gibt es Veränderungen?
  • Wie hoch ist das EK-Kapital und der Goodwill?
  • Wie hoch ist die Finanzverschuldung und die Zinslast?
  • Gibt es Off-Balance Positionen, wie Pension oder Leasing?
  • Bei Projektgeschäft: Gibt es Revenue Recognition? Wird die Percentage-of-Completion-Methode angewandt?
  • Wie hoch ist die Steuerlast?

7. Was sind die Stärken und Chancen?

8. Was sind die Schwächen und Risiken?

 

Mögliche Quellen für die Information sind das Unternehmen, Branchenvereinigungen, Konkurrenten, Sell-Side Research, Blogs und Foren.

 

 

 

 

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  • Interessant, dass der Markt gleich an erster Stelle steht bei dir. Ich persönlich muss zugeben, dass ich den Markt bei der Aktienauswahl ziemlich wenig untersuche. Mir ist das Einzelunternehmen wichtig. Ich achte nur darauf, dass ich nicht zu viele Aktien von der selben Branche kaufe... Ich habe dabei auch bisher keine allzu großen Nachteile festgestellt, allerdings weiß man ja nie, wie hoch die Renditen gewesen wären, hätte ich den Markt mit dazu betrachtet. :D

  • Als Antwort auf: Ferhat

    Verstehe ich. Mir geht es auch um das Einzelunternehmen. Der Markt ist mir wichtig, weil es mir zeigt ob das Unternehmen eine Moat hat oder nicht. Es zeigt ob das Unternehmen Anteil gewinnt und wächst. Er sagt viel über das Unternehmen aus. Ich kauf auch selten zwei Unternehmen einer Branche oder spekuliere auf Makro-Trends.

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