Börsenlexikon

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Begriff Definition
Abgeld

Disagio oder Abgeld ist ein Abschlag vom Nominalwert, der bei der Ausgabe eines Wertpapiers (meistens einer Anleihe) vereinbart werden kann und dadurch die Rendite erhöht. Das Gegenteil des Disagios ist das Agio oder Aufgeld.

Abzinsung

Die Abzinsung (auch Diskontierung) ermittelt den gegenwärtigen Wert (Barwert) einer zukünftigen Zahlung. Sie ist das Gegenstück zur Verzinsung bei dem der Wert, den eine Zahlung zu einem späteren Zeitpunkt hat, ermittelt wird.

Abzinsungsrate

Die Abzinsungsrate (auch Discount-Rate) ist der Zinssatz, der zum Abzinsen zukünftiger Zahlungen auf den Barwert genutzt wird.

Ad-hoc-Meldung

Eine Ad-hoc-Meldung dient der Verhinderung von Insiderhandel und ist eine gesetzliche Verpflichtung eines Emittenten von Wertpapieren unverzüglich, also ohne schuldhaftes Verzögern, Insiderinformationen zu melden und zu publizieren.

Agio

Agio oder Aufgeld ist ein Aufschlag vom Nominalwert, der bei der Ausgabe eines Wertpapiers (meistens einer Anleihe) vereinbart werden kann und dadurch die Rendite senkt. Das Gegenteil des Agios ist das Disagio oder Abgeld.

Aktien

Die Aktie ist ein Wertpapier mit dem der Wertpapierbesitzer einen Anteil an einem Unternehmen erwirbt. Der Besitzer, der sogenannte Aktionär, ist in Höhe des Nennwertes oder eines Bruchteils am Grundkapital des Unternehmens beteiligt. Mit dem Besitz einer Aktie gehen verbriefte Rechte, die im Aktiengesetz und der Satzung des Unternehmens geregelt sind, einher. Am wichtigsten ist wahrscheinlich das Dividenden- / Gewinnbeteiligungsrecht, das Bezugsrecht bei Kapitalerhöhungen sowie das Mitspracherecht und das Liquidationsrecht.

Aktiengesellschaft

Die Aktiengesellschaft ist eine Kapitalgesellschaft, welche ein Unternehmen mit eigener Rechtspersönlichkeit darstellt, bei dem das eingezahlte Grundkapital in Aktien aufgeteilt ist. Die Aktiengesellschaft wird mit der Endung AG abgekürzt. Die Besitzer der AG heissen Aktionäre. Die AG hat gegenüber dem Aktionär Rechte und Pflichten, die im Aktiengesetz und der Satzung des Unternehmens geregelt sind.

Aktienkurs

Der Aktienkurs ist der letzte Preis, zu dem eine Aktie an der Börse tatsächlich gehandelt wurde. Er entspricht normalerweise nicht dem Angebotspreis bzw. dem Kurs zu denen Marktteilnehmer eine Aktie kaufen (Bid) oder verkaufen (Ask) möchten. Allerdings kann es bei keiner Preisverstellung dazu kommen, dass der Aktienkurs mithilfe eines Algorithmus aus Bid- und Ask-Preis berechnet wird.

Aktienrückkauf

Beim Aktienrückkauf erwirbt eine Aktiengesellschaft eigene Unternehmensanteile über die Börse. Diese dürfen maximal zehn Prozent der ausstehenden Aktien ausmachen, wobei die Aktionäre bei der Hauptversammlung den Rückkauf zugestimmt haben müssen. Bei einem Aktienrückkauf erhöht sich der Gewinn und innere Wert der bei den Aktionären verbleibenden Anteile. Dies hat meistens einen positiven Einfluss auf den Aktienkurs.

Aktiensplit

Der Aktiensplit beschreibt die Teilung einer Aktie. Die Anteile einer einzelnen Aktie am Grundkapital werden entsprechend dem Split-Verhältnis verkleinert. Bei gleichbleibendem Grundkapital erhöht sich die Anzahl der Aktien. Das Gleiche gilt für die Anzahl der Aktien, die ein Aktionär im Depot hat, wobei sich der Wert jeder einzelnen Aktie verringert. Der Grund für einen Aktiensplit ist, dass das Unternehmen auch für Kleininvestoren investierbar bleiben soll. Warren Buffetts Unternehmen Berkshire Hathaway ist berühmt dafür keine Aktiensplits vorzunehmen. Dies hat zur folgen, dass eine Aktie mehrere Tausend US-Dollar kostet.

Aktionär

Der Aktionär ist der Inhaber bzw. Eigentümer einer Aktie. Er besitzt die in einer Aktie verbrieften Rechte, welche im Aktiengesetz und in der Satzung der Gesellschaft geregelt sind.

Analyst

Als Analysten in der Finanzbranche bezeichnet man eine Person, die Wertpapiere und Emittenten von Wertpapieren, sowie Rohstoffen, Immobilien und anderen investierbaren Sachwerten analysiert und bewertet. Analysten geben einen guten Einblick in die Eigenschaften von bestimmten Finanzprodukten, sind aber meistens ungenau, wenn es darum geht zukünftige Sachverhalte zu deuten und Prognosen abzugeben.

Anleihen

Die Anleihe ist eine verbriefte Schuldverschreibung, die einem das Recht auf die Rückzahlung des Nennwertes zuzüglich einer Verzinsung gibt. Die wichtigsten Merkmale einer Anleihe sind in den Konditionen festgeschrieben und betreffen ihre Laufzeit, ihre Zinszahlung und die Art der Verzinsung. Wichtig bei der Bewertung einer Anleihe ist der derzeitige Kurs (Wert) und die endfällige Rückzahlung (Nennwert), die Kursgewinne oder -verlust ermöglicht.

Antizyklisch

Antizyklisch im Finanzsektor bedeutet sich entgegen eines Zyklus zu richten. Wenn etwas positiv ist, wie zum Beispiel ein starker Kursanstieg, dann bedeutet antizyklisch etwas negatives zu tun, wie zum Beispiel verkaufen.

Siehe auch: Antizyklische Value-Anlagestrategie

Arbitrage

Arbitrage bezeichnet die Möglichkeit ohne Geldeinsatz einen Profit einzufahren. Dies ist zum Beispiel möglich, wenn ein Wertpapier oder eine identische Auszahlungsstruktur an unterschiedlichen Börsen zur gleichen Zeit zu unterschiedlichen Preisen gehandelt wird.