Erklärung des „Easy Buffett“ mit Unternehmensanalyse: Coca Cola Company - 4.8 out of 5 based on 12 votes
 
„Manchmal wird die Aktie als ‚billig‘ oder ‚attraktiv‘ bezeichnet, weil sie, gemessen an den laufenden oder in nächster Zukunft zu realisierenden Unternehmensgewinnen, auf den ersten Blick zu einem scheinbar niedrigen Kurs angeboten wird. Eine derartige Bewertung ist zwar wichtig, doch als Grundlage für eine Anlageentscheidung wird sie kaum ausreichen, da eine seriöse Ermittlung des Unternehmenswertes auf Basis kurzfristiger Gewinn nicht möglich ist.“
- Benjamin Graham. Security Analysis.
 
Der „Easy Buffett“ dient der Rendite-Berechnung y einer Aktie x unter der Berücksichtigung mehrerer unsicherer Annahmen über einen längeren Zeitraum. Er ist eine Ableitung zur Bestimmung der Rendite aus dem Buch "Buffettology "von Mary Buffett & David Clark. Er hilft eine schnelle, übersichtliche und gleichzeitig tiefgründige Rendite-Analyse eines Unternehmens durchzuführen ohne dabei höhere finanzmathematische Kenntnisse vorauszusetzen.
 
  
Alternative Methoden zur Rendite-Bestimmung
Eine einfache und schnelle Methode die Rendite einer Unternehmensbeteiligung zu berechnen ist der Ertrag/Preis bzw. der Kehrwert des KGVs. Meiner Meinung hat diese Methode jedoch einen Nachteil. Sie berücksichtigt nicht die mögliche zukünftige Entwicklung des Ertrages, sondern bleibt bei der Annahme über den Gewinn statisch. Der Gewinn eines Unternehmen unterliegt aber normalerweise einem progressiven Wachstum in Höhe der Eigenkapitalrendite*(1-Ausschüttungsquote).
 
Eine bessere Aussage hinsichtlich der Gewinnentwicklung trifft das DCF-Modell, das zukünftige Erträge bis zu einem Punkt in der Zukunft detailiert in Form von Cash-Flows bestimmt. Für eine relativ tiefgründige Finanzanalyse und eine damit einhergehende Einsicht in ein Unternehmen kann ich jedem empfehlen einmal zukünftige Cash-Flows zu berechnen. Es hilft, sich neben der Rendite auch mit der Investitions- und Finanzierungstätigkeit eines Unternehmens auseinander zusetzten. Der Nachteil der DCF-Analyse besteht aber in der Diskontierung der Cash-Flows. Hierbei werden eine Reihe von Annahmen über die durchschnittlichen Kapitalkosten (WACC) getroffen. Diese haben extreme Auswirkungen auf den zu bestimmenden fairen Kurs und die damit einhergehende Rendite des Investments. Damit ist die DCF-Analyse meiner Meinung nach ungeeignet stabile Aussagen über die mögliche Rendite eines Investments zu treffen. Kleine Änderungen in den Annahmen haben grosse Auswirkungen auf den prognostizierten Kurs. Gleichzeitig ist sie relativ zeitaufwendig und setzt einiges an finanzmathematischen Vorkenntnissen voraus.
 
Berechnung des „Easy Buffett“
Kommen wir also zu meiner Methode, die sowohl relativ einfach ist, als auch eine Dynamik hinsichtlich der Renditeentwicklung mit sich bringt. Als Ergebnis erhält man eine Kennzahl, die die Rentabilität pro Jahr eines Aktien-Investments ausgibt. So lassen sich Unternehmen für identische Anlagehorizonte miteinander vergleichen. Neben dem eigentlichen Output ist es aber besonders spannend die Inputwerte zu betrachten, da diese Aussagen über die Ertragskraft und die Prognosefähigkeit des jeweiligen Unternehmens zulassen. Als Beispielunternehmen benutze ich ein Klassiker aus der Value-Analyse: die Coca Cola Company.
 

Schritt 1: Bestimmen der zukünftigen Eigenkapitalrendite

Zur Bestimmung der zukünftigen Eigenkapitalrendite muss man sich zuerst Gedanken machen, ob diese prognostizierbar ist. Hier liegt die grösste Unsicherheit. Im Normalfall bestimme ich zukünftige Eigenkapitalrenditen indem ich mir die Gewinne von mindestens einem vollständigen Konjunkturzyklus angucken. Ein guter Richtwert für die meisten Unternehmen sind 10 Jahre. Aber auch wenn ein Unternehmen in den vergangenen 10 Jahren gut gewirtschaftet hat, garantiert dies nicht, dass es die nächsten 10 Jahre überleben wird. Die Vorhersage, ob die Produkte sich weiter verkaufen und das Unternehmen weiter am Markt bestehen bleibt, ist die grosse Kunst des Investierens. Ich sage bestimmt „Kunst“, da man zwar das Handwerk des Investierens im Studium erlernen kann, ein guter Künstler/Investor aber auch Talent und Lebenserfahrung braucht, um sein Bild/Investment zu voller Blüte zu bringen. Ganz allgemein rate ich sich bei jedem Investment zu fragen, wird das Produkt/Unternehmen/Staat den Anlagehorizont am Markt überleben? Für die Coca Cola Company kann ich für einen Anlagehorizont von 10 Jahren (bis 2022) diese Frage bejahen.

(in Mio. USD)

 

 

 

 

Datum

Gewinn

Eigenkapital

EK-Rendite

 

2011

8400

35086

24%

 

2010

*11809

31003

38%

*Includes   the impact of

the   Company’s acquisition of

 CCE’s North American business

2009

6824

24799

28%

2008

5807

20472

28%

2007

5981

21744

28%

2006

5080

16920

30%

 

2005

4872

16355

30%

 

2004

4847

15935

30%

 

2003

4347

14090

31%

 

2002

3976

11800

34%

 

2001

3979

11366

35%

 

Durchschnitt

 

 

30%

 

 

Schritt 2: Bestimmen der zukünftigen Ausschüttungsquote

Es stellt sich oft die Frage, ob ein Unternehmen die Gewinne einbehalten oder ausschütten sollte. Grundsätzlich gilt, wenn ein Unternehmen Investitionsmöglichkeiten hat, die eine höhere Rendite als der Marktdurchschnitt von Unternehmen mit identischem Risiko erwirtschaften, sollte es die Gewinne einbehalten. Erwirtschaftet es weniger als der Marktdurchschnitt, sollte es die Gewinne ausschütten und sind die Gewinne gleich dem Marktdurchschnitt spielt es keine Rolle. Es kann aber durchaus sein, dass Unternehmen keine Investitionsmöglichkeiten haben. Bei Coca Cola nehme ich an, dass es für einen Grossteil der Gewinne keine adäquaten Investitionsmöglichkeiten hat. Dann gibt es für das Unternehmen nur die Möglichkeiten, den Gewinn auszuschütten oder eigene Aktien zu kaufen. Der erste Punkt hat den Vorteil, dass ich bestimmen kann, wo und wann ich mein Geld investiere, ob ich zum Beispiel weiter Coca Cola Aktien kaufe. Der zweite Punkt hat einen steuerlichen Vorteil, wenn ich so oder so in weiter Coca Cola Aktien investieren möchte. Für meine Rendite Berechnung werden Dividenden nicht reinvestiert zählen aber zur Gesamtrendite dazu. Dies hat zur Folge, dass nur tatsächliche Investitionsmöglichkeiten eine höhere zukünftige und damit über den gesamten Anlagehorizont zu erzielende höhere Rendite erzeugen. Das Desinvestieren, wie es die Deutsche Telekom zum Beispiel betreibt, verringert dagegen die zukünftige und damit auch die insgesamt zu erzielende Rendite.
 
(in USD)
Gewinn pro
     
Datum
Aktie
Ausschüttungsquote
 
2011
3,49
1,88
54%
 
2010
*5,06
1,76
35%
*Includes the impact of
the Company’s acquisition of
CCE’s North American business
2009
2,93
1,64
56%
2008
2,49
1,52
61%
2007
2,57
1,36
53%
2006
2,16
1,24
57%
 
2005
2,04
1,12
55%
 
2004
2,00
1,00
50%
 
2003
1,77
0,88
50%
 
2002
1,60
0,80
50%
 
2001
1,60
0,72
45%
 
Durchschnitt
   
51%
 
 
Schritt 3: Bestimmung des Buchwertes/Kurs/Anlagehorizont/ KGV
Dieser Schritt ist eigentlich nur dazu da, die fehlenden Eingabewerte zu bestimmen. Der Kurs ist abzulesen (67,50 USD), der Buchwert ist mithilfe Eigenkapital/Anzahl Aktien zu berechnen (15,30 USD), den Anlagehorizont haben ich am Anfang schon festgelegt (10 Jahre), die einzige unsichere Grösse ist das KGV zum Ende des Anlagehorizontes festzulegen. Hierbei gibt es mehrere Möglichkeiten das heutige KGV, ein durchschnittlich historisches KGV oder eine eigene Prognose, festzulegen. Das heutige KGVQ4/11 (19,14) macht nach meiner Meinung keinen Sinn, da es zu punktuell ist und wie wir an folgender Grafik (S&P 500) sehen auch über die Vergangenheit stark schwankt:
 
 KGVChart
 
Aus diesem Grund würde ich grundsätzlich eine Prognose treffen. Da wir uns zurzeit mit dem P/E-Ratio in den USA bei 21,93 für den S&P 500 über dem langfristigen Durchschnitt 16,42 bewegen und Banken sich durch die Krise und die neuen Regeln in einem Deleverage-Prozess befinden, gehe ich von einem geringeren zukünftigen KGV aus. Allerdings ist hier der Punkt, wo die Kunst des Investierens wieder ins Spiel kommt. Da die Kursentwicklung von Coca Cola in den letzten 10 Jahren relativ stabil mit dem Ertrag gewachsen ist, gehe ich von keine starken KGV Veränderung aus und wähle nur geringfügig unter dem heutigen KGV das Siebzehnfache des Gewinnes.
 
Schritt 4: Zusammenführung der Angaben
 
Easy Buffett:
   
aktueller Kurs
67,5
 
Buchwert
 
15,3
 
aktueller Gewinn 2012
4,59
=Buchwert*ØEigenkapitalrendite
Einstandsrendite
6,80%
=aktueller Gewinn 2012/aktueller Kurs
ØEigenkapitalrendite
30%
 
Ausschüttungsquote
50%
 
EK-Wachstum
15%
 = ØEigenkapitalrendite*(1-Ausschüttungsquote)
Jahre n
 
10
 
Buchwert in n Jahren
61,9
 = Buchwert*(1+EK-Wachstum)^n
Gewinn in n Jahren
18,57
 = Buchwert in n Jahre*ØEigenkapitalrendite
KGV
 
17
 
Kurs in n Jahren
315,7
 = Gewinn in n Jahren*KGV
∑Dividenden in n Jahren
57,9*
 = [akt. Gewinn*Aus.quote+akt. Gewinn*Aus.quote*(1+EK-Wachstum)^n]/2*n
Rendite
 
18,66%
 = [(Kurs+∑Dividenden in n Jahren)/akt. Kurs]^(1/n) -1
 *Approximation/genaue Rechnung im Excel
 
 
Was passiert hier? Mit dem Buchwert und der durchschnittlichen Eigenkapitalrendite bestimmen wir die Einstandsrendite, welche dem Kehrwert des KGVQ4/12 entspricht bzw. die einfach und schnelle Methode der Rendite-Berechnung, die ich am Anfang als Alternative beschrieben habe. Mithilfe der Ausschüttungsquote und der durchschnittlichen Eigenkapitalrendite berechnen wir nun den Wachstumsfaktor des Eigenkapitals. Mit diesem EK-Wachstum liesse sich nun direkt auch der Gewinn in n Jahren ausrechnen. Anschaulicher ist aber den zukünftigen Buchwert zum Ende des Anlagehorizontes auszurechnen und mithilfe diesem den dazugehörigen Gewinn. Dieser Gewinn multipliziert mal dem KGV ergibt den möglichen Verkaufskurs zum Ende des Anlagehorizontes. Während der Anlage wird gleichzeitig über all die Jahre eine stetig wachsende Dividende fällig. Diese aufsummierten Dividenden addiert mit unserem Verkaufskurs ergibt unseren Gesamtinvestmentwert am Ende des Anlagehorizontes. Die n-Wurzel aus diesem Investmentwert geteilt durch den Einstandskurs und subtrahiert mit Eins ergibt die angegebene durchschnittliche Rendite pro Jahr.

Die entscheidenden Knackpunkte dieser Berechnung sind die durschnittlich zu erwartenden Eigenkapitalrenditen und das zu erwartende KGV. Fühlt man sich mit diesen beiden Angaben über die Coca Cola Company sicher, ist eine Investition über einen Anlagehorizont von 10 Jahren zu empfehlen. Allerdings darf man nicht erwarten mit der Coca Cola Company in einem Jahr knapp 19 % Rendite zu erwirtschaften. Der entscheidende Faktor ist der Zinseszins-Effekt, der die Einstandsrendite mit 15 % wachsen lässt. Warren Buffett spricht auch von der Theorie des steigenden inneren Wertes oder der „Eigenkapitalanleihe“ mit steigendem Kupon.

 Weitere Informationen zum Easy Buffett: Erklärung des „Easy Buffett“ II

 
 
 
Add-On: P/E-Expansion:
 PE Expansion
Quelle: Financial Institutions Vorlesung 2011: Market-Equilibrium. Universiät St. Gallen. 2011

 

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  • Ceko

    So einfach funktioniert das nicht mit der Easy Buffett als Excel (.xlsx).
    Du unterstellst, dass Coca-Cola keine Aktien zurückkauft. Gruß Ceko

  • Ceko

    Es geht nicht um Unternehmen, die Aktien zurückkaufen.

    Es geht darum, dass Deine Formel so nicht funktioniert.

    Die simple Idee hinter der Formel ist, dass das bestehende Eigenkapital sich dadurch erhöhen würde, dass derjenige Teil des Gewinns, der nicht als Dividende ausgeschüttet wird, im Unternehmen verbliebe.

    Genau das stimmt aber nicht, wenn ein Unternehmen Aktien zurückkauft – denn das Kapital für diese Käufe fließt ebenfalls aus dem Unternehmen ab und kann daher das Eigenkapital nicht erhöhen.
    Du müsstest also zuerst für jedes zu betrachtende Unternehmen eine “bereinigte Ausschüttungsquote” berechnen, in dem Du Dividendenaussschüttungen und Aktienrückkäufe addierst.

    Außerdem ist eine der Formel zugrundeliegende Annahme im Allgemeinen unzulässig.
    Für ein Jahr mag die Annahme stimmen, dass sich das Eigenkapital durch den nicht ausgeschütteten Gewinn erhöht.
    Aber im Jahr darauf liegt in diesem Kapital ungenutztes Kapital herum – und das sorgt dafür, dass die Eigenkapitalrendite sinkt, wenn dieses Kapital selbst weniger Zinserträge produziert als die vorherige Eigenkapitalrendite (und das ist fast immer der Fall – selbst wenn das Kapital eingesetzt wird, um Schulden zu tilgen, denn auch der Zinssatz der Schulden ist in der Regel deutlich niedriger als die Eigenkapitalrendite, sonst hätte das Unternehmen diese Schulden ja gar nicht aufgenommen).
    Die Annahme einer kontinuierlichen gleich hohen Steigerung des Eigenkapitals über mehrere Jahre wäre also nur dann zulässig, wenn das betreffende Unternehmen dieses Kapital effizient wieder investieren könnte.
    Genau das können aber viele Unternehmen nicht – vor allem diejenigen, die eine hohe Dividendenrendite ausschütten und/oder umfangreiche Aktienrückkäufe vornehmen. Das tun diese Unternehmen nämlich genau deshalb, weil sie das Kapital nicht sinnvoll reinvestieren können.

    Deine Formel funktioniert also nur für Unternehmen, die
    * weder eine Dividende ausschütten
    * noch Aktien zurückkäufen
    * noch Kapital ungenutzt herumliegen haben.

  • Als Antwort auf: Ceko

    Die Idee der Formel ist es Unternehmen aus einer bestimmten Sicht bewerten zu können. Hinsichtlich der Ausschüttung (bzw. der akkumulierten Dividende), einem möglichen Gewinn pro Aktie in n Jahren und einem Beliebtheitsgrad des Unternehmens (dem KGV). Aus meiner Sicht lohnt es sich dabei Grössen wie das Eigenkapital und die EK-Rendite genau anzugucken, die sowohl Informationen über die Verschuldung als auch die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens enthalten. Ich analysiere ausgiebig die Input-Variablen, welche die eigentliche Erkenntnisse meiner Analyse liefern.
    Natürlich muss man sich die Frage stellen, ob das einbehaltende Geld sinnvoll investiert werden kann. Ob in Aktienrückkäufe oder Investitionen sei einmal offen. Aber dies ist sicher eine Grundfrage, die es bei der Analyse eines Unternehmens zu beantworten gilt. Ich nutzte den Easy Buffett regelmässig, wenn auch nicht exklusiv. Unter anderem auch bei Unternehmen, die Aktien zurückkaufen, genau aus diesem Grund habe ich den zweiten Artikel geschrieben. Auch kann es nach meiner Meinung bei einen Unternehmen angewandt werden, welches einen Teil des Gewinnes als reguläre Dividende ausschüttet und den Rest investieren kann. Ein Unternehmen, welches Geld einbehält und dieses nicht sinnvoll investiert, wenn man es den analysieren möchte, kann auch analysiert werden indem man den Inputfaktor EK-Rendite absenkt.
    Eine allgemeingültige Formel gibt es aber wohl leider tatsächlich nicht. Aus meiner Sicht kann ich aber sagen, dass mir bei inzwischen vielen Unternehmen der Easy Buffett gute Dienste geleistet hat. Und sich in der Tendenz auch mit anderen Analysetools, wie einer DCF-Model oder diskontierten Jahresüberschussbewertung deckt.
    Gerne würde ich aber einmal direkt mit dir sprechen und dann einen ausführlichen Artikel über das Thema schreiben. Ich finde deinen Gedankengänge spannend und wir können sicher einiges von einander lernen. Wenn du Lust hast, kannst du mir ja einmal auf meiner E-Mail Adresse unter der Rubrik Team schreiben oder mich bei Xing adden. Dann würde ich dir weiter Kontaktdaten zukommen lassen.

    Mit freundlichen Grüssen,
    Till

  • Ceko

    Hallo Till, das Problem ist nicht die Formel selbst, sondern Du setzt falsche Zahlen in Deine Formeln ein. Das Geld, das für Aktienrückkäufe ausgegeben wurde, darfst Du nicht als “im Unternehmen einbehalten” betrachten, nur weil es nicht als Dividende ausgeschüttet wurde. MFG Ceko

  • Als Antwort auf: Ceko

    Ja. Aber ist dies nicht genau das Problem, welches ich durch den zweiten Artikel versuche anzusprechen?
    Mir ist ja durchaus bewusst, dass die Formel dahingehend eine Schwäche hat (übrigens bei weitem nicht die einzige) und ich den Buchwert zu stark wachsen lasse. Gleichzeitig glaube ich aber, dass dies kein Problem ist, da der Gewinn unter sonst identischen Bedingungen ja noch stimmt, zumindest wenn keine Optionsprogramme aufgelegt werden und neue Aktien ausgegeben werden, was bei Coke ja leider nicht der Fall ist.
    Beste Grüsse, Till

  • Det

    So ein Quatsch mit dem Rückkauf. Was ist eine Aktie ???? . Also teil eines UN . Hier wird EK gebraucht . Wenn UN durch Aktienrückkauf EK kauft , ist dieses doch selbstverständlich EK, HÄ ????? Verstehe Ceko nicht. Also bedeutet mit neuen Gewinn , wird altes EK abgelöst somit steigt natürlich der Wert der einzelnen Aktie . Lese mal IPO !!!!! , evt. wird Dir dann eine AG / Aktie deutlich. Oder warum sollen wohl Aktienrückkaufprogramme so spannend sein ???????????? . Nichts verstanden ???? Wo ist mein Denkfehler ?????????

  • Det

    Hallo Till
    Nochmal zu Aktien . Vielen ist nicht ( Aber Überhaupt NICHT ) klar , was eine Aktie ist . Wir fangen nochmal von vorne an . Ein UN ist bereits lange am Markt und macht Gewinne . Jetzt möchte UN sich z.b. vergrößern , geht zu Bank will Geld . Bank sagt , von mir nicht , aber gründe doch eine AG . UN sagt ja mache ich und gründet AG ( IPO ) und besorgt sich durch die erstmalige teilung in Aktien neues Eigenkapital .
    Hierbei wird das UN bewertet , dann durch DIVIEDIREN ( Daher DIVIDENDE ) aufgeteilt. So erstmal UN Wert 1000 Euro in 10 Aktien zu 100 Eu.
    Diese Anteile kannst Du dann an der Börse kaufen. Somit 10 Eigner a 100 Euro bei AG jetzt wird Gewinn gemacht , 100 Euro , und davon Aktien zurückgekauft . Bleiben also unter der Bedingung das jemand seinen Anteil verkaufen will , 9 Eigner über , die jetzt einen neuen Wert von 1000 Euro besitzen , und einer ist draußen . Somit dann neu 1000 geteilt durch 9 Anteile , Wert der Aktie also höher. Eigenkapital jedoch gleich , nur Gewinn ist ausgezahlt , für den einzelnen Aktionär ist Wert erhöht da neuer Gewinn nur noch durch 9 geteilt werden muss. Aber Eigenkapital gleich b.z.w. um Gewinn erhöht auf alle noch verbliebenden Eigner verteilt. Ob jemand seinen Anteil verkaufen möchte , wird über die Börse anhand eines Kurses geregelt . Das ist eine Aktie erstmal Grundsätzlich. Also sehr wohl das Eigenkapital einer UN oder auch AG.

  • Als Antwort auf: Det

    Danke für die grundsätzliche Klärung. Ich denke, dass den meisten Lesern dieses Artikels geläufig ist, was eine Aktie ist. Ansonsten hört man vermutlich nach den ersten zwei Absätzen auf zu lesen.
    Aktienrückkäufe sind nach meiner Meinung leider nicht ganz so einfach zu handhaben, wie du es hier versuchst aufzuführen, da grundsätzlich ja schon mal nicht zu Eigenkapital zurückgekauft wird sondern zu Marktwert. So gesehen die verbleibenden Aktionäre je nach Aktienkurs mehr oder weniger für das EK oder auch zukünftige Gewinne zahlen. Ich denke, dass der hier ausgeführte Easy Buffett grundsätzlich funktioniert. Es gibt aber immer problematische Sonderformen, z.B. ColgatePalmolive (diese haben soviel Aktien zurückgekauft, dass das EK negativ ist). Ich hoffe damit ein bisschen Klarheit geschaffen zu haben.
    Ich denke es ist wichtig, immer seine eigenen Modelle und Analysen zu hinterfragen um Fortschritte zu machen, deswegen bin ich über jeden Anmerkung richtig oder falsch dankbar.
    Beste Grüsse, Till

  • Sehr schöne Berechnungsmethode, die mir sehr bekannt vorkommt. Habe sie nach dem Lesen des von dir genannten Buches auch mal in mein Analysetool eingebaut. Habe es EasyWISA (Easy Warren Inspired Stock Analyser) genannt - daher der Name meines Blogs :-). Ich nutze das Tool nur als Inspirationsgeber, nicht aber, um echte erwartete Renditen zu berechnen. Denn dafür ist die Berechnungsmethode einfach zu ungenau, da sie eigentlich ein relativ stabiles Renditeniveau voraussetzt (wie bei Coca Cola) ohne großartige Schwankungen. Für zyklische Unternehmen ist es z.B. gänzlich ungeeignet...

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