Ein kurzer Tipp, wie man Gebühren sparen kann - 4.8 out of 5 based on 5 votes

Geldscheine

Das Handeln mit Wertpapieren kostet Geld. Ein wichtiges Thema beim Investieren ist die Kostendisziplin. Oft ist es besser ein bisschen Energie in die Senkung der Ausgaben zu stecken, als ausschließlich in die Auswahl der richtigen Anlage. Mit dem folgenden kleinen Trick der weniger als zwei Stunden Aufwand im Jahr bedeutet lässt sich nach meiner Erfahrung indirekt die Handelsgebühren einsparen.

 
  

Der Kleinkrämertrick ist, einmal im Jahr mit seinen Konten und Depots umzuziehen. Von den Banken zwar nicht gerne gesehen, aber wer Treue nicht belohnt sondern den Wechsel hat selber Schuld. Meiner Erfahrung nach bekommt man dafür 70,- bis 150,- Euro bei einem Depotvolumen von ca. 50 000,- Euro.

Das Vorgehen ist denkbar einfach: Man melde sich online bei der neuen Bank an, bekommt Unterlagen, identifiziert sich mit diesen und einem Ausweis über das Post-ID-Verfahren (geht online oder in einer Postfiliale)  und bekommt anschließend seine Zugangsdaten. Je nach Bedingung überträgt man mit Eröffnung des neuen und Schließung des alten Depots seine Wertpapiere (Achtung hier fallen Kosten, meistens in Höhe der Handelsgebühren, für alle Titel mit ausländischer Lagerstelle an) oder man überweist sich Geld auf das dazugehörige Handelskonto und legt direkt mit dem Handeln los. Der Depotübertrag funktioniert dabei vollautomatisch. Aber Vorsicht, der Übertrag kann bis zu 8 Wochen dauern. Wer befürchtet, sich bei der neuen Bank lange mit einem neuen Eingabeformular herumschlagen zu müssen, den kann ich beruhigen. Die Aufgabe einer Order unterscheidet sich zwischen den Banken kaum. Dies liegt daran, dass die Eingabeparameter von den Börsen vorgegeben werden und die Banken daran wenig ändern können.

 

 

 

 

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  • Georg Wuitschik

    Setzt man auch nur einen halbwegs realistischen Stundenlohn für den Umzugsaufwand an, so wird man in den meisten Fällen feststellen, dass sich das dauernde Umziehen nicht lohnt. Ein Umzug macht für mich nur Sinn, wenn das Preis/Leistungsverhältnis bei der Konkurrenz besser ist. Ich bin im Moment bei Captrader und in dieser Beziehung sehr zufrieden.

  • Ich stimme Ihnen zu, dass man den Umzug gegenüber seinem Stundenlohn rechnen muss. Allerdings ist CapTrader ja hpts. eine Options/Vieltrader-Plattform. Da lohnt sich der Umzug tendenziell weniger, weil es in erster Linie darum geht niedrige fixe Tradinggebühren zu haben. Ich habe im letzten Jahr weniger als 20 Bewegungen im meinem Depot gehabt. Für meinen Umzug zu meiner jetztigen Bank habe ich 150 EUR bekommen. Tradeinggeühren sind bei meiner jetztigen und der vorherigen Bank nicht die günstigen. Depotführunggebühren zahle ich bei beiden nicht. Der Aufwand hielt sich alles in allem mit 2h in Grenzen. Einen Stundenlohn von 75 EUR habe ich derzeit nicht. Bei mir hat sich der Umzug also gelohnt.

  • Klaus Weber

    Liebe Großmutter,

    das ist ja mal ein schlechter Tipp!

    1. Wechselprämien sind keine gesparten Gebühren. Unsinn!
    2. Lässt dieser Tipp die Kostenstruktur des neuen Brokers außen vor. Für Buy and Hold Anleger gibt es gar nicht so viele wirklich günstige Broker. Umgekehrt gilt das auch für Vieltrader und Daytrader.
    3. Irgenwie wirkt es, als wenn es nur um Affiliatemarketing geht.

    Schade.

    Klaus

  • Als Antwort auf: Klaus Weber

    Hallo Klaus,
    vielen Dank für die Anmerkung.
    Zu 2. (die beste Anmerkung) jede Bank, die keine Depotführungkosten hat, ist für ein Buy and Hold Anleger eine gute Bank. Die Tradinggebühren sollten sich natürlich in Grenzen halten und nach Möglichkeit nicht prozentual sein. Müssen nach meiner Meinug aber nicht die günstigsten sein, wenn das Gesamtpaket stimmt. Für Vieltrader rechnet sich der Umzug in den meisten Fällen nur, wenn die Tradinggebühren niedriger ausfallen.
    Zu 3. der Artikel beinhaltet kein Affiliatemarketing, einfach zu überprüfen daran, daran das ich keine Bank bespreche und auch keinen Link auf irgendeinen Anbieter habe. Es gibt nur Google-Adsense, was der Besucher dort zu sehen bekommt, steuere ich nicht. Auch werde ich bei Google-Adsense nicht prozentual beteiligt. Auf der gesamten Homepage gibt es mit Amzonlinks, wie z.B. unter Literatur, aber durchaus Affiliatemarketing.
    BG, Till

    Kommentar zuletzt bearbeitet am vor 2 Monaten von Till Schwalm
  • Das wäre mir eindeutig zu viel Aufwand und generve mit dem Umziehen... Da schau ich lieber, wie ich anderweitig Geld sparen kann ohne solche Aktionen. (-;

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